
Offene Bewegungssettings
Was steckt hinter dem Begriff «offene Bewegungssettings»? Offene Bewegungssettings sind bewegungsfreundliche und mit anregenden und vielseitig einsetzbaren Materialien gestaltete Innen- und Aussenräume. Und die Kinder dürfen diese Angebote und ihr Spiel- und Entwicklungspotenzial regelmässig und eigenaktiv entdecken und nutzen. Sie erhalten so Raum für einen kreativen Umgang mit Materialien und Mobiliar im Unterrichtszimmer und im Freien: Da darf umfunktioniert, vielseitig eingesetzt und mit aussergewöhnlichen Einfällen überrascht werden. Oftmals fliessen Bewegungs-, Konstruktions- und Rollenspiel eng ineinander. Dabei ist das Kind nicht nur körperlich, sondern gleichzeitig auch geistig, emotional und sozial aktiv.
Merkmale der offenen Bewegungssettings:
- Offene Organisation der Bewegungsanlässe: Kinder dürfen spontan ihren Bedürfnissen nachgehen.
- Offene Verwendbarkeit des Materials: Das zur Verfügung stehende Material dient nicht einem einzigen bestimmten Zweck, sondern ist vielseitig einsetzbar.
- Offene Einstellung der Lehrperson: Sie lässt den Kindern genügend Raum für Fortschritte, Entwicklungen und die Erprobung eigener Ideen. Sie bringt Anregungen ein, beobachtet und begleitet die Kinder.
- Offene Entwicklung des Spiels: Kinder bringen ihre Kreativität und ihre Kompetenzen aktiv ein und wählen die nächste Herausforderung für sich selber.
- Offenheit der Fortschritte: Wie rasch und welche Fortschritte Kinder machen, ist individuell verschieden.
Das Praxisbuch vermittelt konkret, wie Lehrpersonen offene Bewegungssettings begleiten, Bewegungssequenzen gestalten und Bewegung für die Unterstützung von Lernprozessen einsetzen können.